Am Morgen des 3. November 2025 hiess es früh aufstehen – ab 7.30 Uhr ging es mit dem Bus der Pfadfinder:innen ab der Kirche in Walsleben los!

Das Netzwerk „Zukunft T“ machte sich auf den Weg in die Uckermark, um das inspirierende Dörfernetzwerk „38 unter einem Hut“ kennenzulernen.


Was ist eigentlich ein Dörfernetzwerk?

Ein Dörfernetzwerk ist ein Zusammenschluss von Dörfern, die gemeinsam mehr erreichen wollen als jedes Dorf für sich allein. Es geht darum, sich besser zu vernetzen, Erfahrungen zu teilen, Projekte miteinander zu entwickeln und die Lebensqualität im ländlichen Raum aktiv zu gestalten.

Kurz gesagt: Gemeinsam handeln, anstatt nebeneinander her zu leben.

38 unter einem Hut – ein starkes Beispiel aus der Nordwestuckermark

Seit Mitte 2021 gibt es in der Gemeinde Nordwestuckermark die Initiative „38 unter einem Hut“.

Dahinter steht die Idee, den Austausch der 38 Dörfer untereinander zu fördern – denn 38, das ist ganz schön viel, ganz schön unterschiedlich und ganz schön weit auseinander.

Das Dörfernetzwerk möchte Gemeinschaft stiften, Engagement fördern und Beteiligung ermöglichen.

Es lädt alle Menschen ein, Verantwortung für ihr Lebensumfeld zu übernehmen – gemeinsam mit der lokalen Politik und Verwaltung, auf Augenhöhe und mit Respekt füreinander.

Dafür treffen sich die Beteiligten einmal im Monat an wechselnden Orten.

Außerdem gibt es die Dörferzeitung „NordWestUMSCHAU“, die viermal im Jahr zusammen mit dem Amtsblatt erscheint, sowie eine Website mit Infos zu aktuellen Themen, Initiativen und Beteiligungsmöglichkeiten.

Warum wir dorthin fahren

Das Netzwerk „Zukunft T“ möchte die Menschen hinter „38 unter einem Hut“ kennenlernen, ihre Motivation verstehen und von ihren Erfahrungen lernen.

  • Wie schafft man es, so viele Dörfer zu verbinden?
  • Welche Ideen funktionieren besonders gut?
  • Und wie gelingt es, dass aus Nachbarn Mitgestalter werden?

Wir haben das tolle, engagierte Konzept der „mobilen Wanderkneipe“ kennengelernt und durften ein köstliches Mittagessen mit engagierten Menschen des Dörfernetzwerks erleben. In den vergangenen Jahren sind in vielen Dörfern traditionelle Begegnungsorte wie Kneipen und Dorfläden aus unterschiedlichen Gründen verschwunden – so auch in den 38 Orten der Gemeinde Nordwestuckermark. Die Folge: Die sozialen Kontakte zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern nahezu aller Altersgruppen haben deutlich abgenommen.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat das „Dörfernetzwerk Nordwestuckermark“ die Idee einer „mobilen Wanderkneipe“ entwickelt, berichtete Katja Neels von der Bürgerstiftung Barnim Uckermark.

Das leckere Essen wurde durch den Besuch im kleinen Dorfladen abgerundet, wo es köstliche Marmeladen und Produkte aus der Region zu kaufen gibt.

Zum Abschluss durften wir in die Redaktion der NordWestUMSCHAU kennenlernen – die Dörferzeitung für, von und mit den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Nordwestuckermark. Seit März 2023 wird sie von einem ehrenamtlichen Redaktionsteam gemacht und viermal im Jahr zusammen mit dem Amtsblatt in alle Haushalte geliefert. Veranstaltungen, Information und Themen aus der Region werden dort von Bürger:innen für Bürger:innen dargestellt.

Und das Schöne: Jede:r kann mitmachen!

Es war eine wirklich schöne Exkursion mit neuen Einblicken, guten Ideen, offenen Gesprächen über Chancen und Herausforderungen und vielen guten Kontakte. Denn eins ist klar:

Gemeinsam ist einfach besser als allein!

und

Wir bleiben in Kontakt!

Danke, liebe Dorfnetzwerker:innen “ 38 unter einem Hut“

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